SO IST MEHR REISEFREIHEIT MÖGLICH: LUFTFAHRTGIPFEL MIT KONZEPTEN

Weltweit leidet die Wirtschaft und besonders der Tourismus und Fluglinien unter den Auswirkungen und Einschränkungen der Covid-19-Pandemie. Der europäische Luftverkehr verzeichnet einen Rückgang von 55% der Flüge, die Zahl der Passagiere an den heimischen Flughäfen verringerte sich sogar um drei Viertel. Vor kurzem hat deshalb Luftfahrtstaatssekretär Magnus Brunner Branchenvertreter, darunter auch die Flughafen Wien-Vorstände Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner zu einem Luftfahrtgipfel eingeladen, um gemeinsam an einer Strategie gegen die Auswirkungen dieser Krise zu arbeiten.

Doppelteststrategie soll Landeverbote ersetzen

Als Grundlage für einfaches und sicheres Reisen setzt man auf EU-weite einheitliche Standards, um Tourismus und Flugverkehr wieder anzukurbeln. So könnten Landeverbote künftig im Rahmen einer „Doppelteststrategie“ strengeren Einreisebeschränkungen für Hochrisikoländern weichen: Ein negativer Test vor Abreise aus Hochrisikoländern und eine Quarantäne mit Freitestmöglichkeit nach Ankunft seien sinnvoller, es brauche aber ein EU-weites Vorgehen, so der für Luftfahrt zuständige Staatssekretär. Passagiere sollen beim Abflug ein Flugzeug nur mit negativem Test oder einem Impfnachweis betreten dürfen und bei der Einreise eine verpflichtende Quarantäne antreten müssen. Derzeit arbeitet Brunner gemeinsam mit der Luftfahrtbranche an Lösungen und einer Strategie für den Sommer 2021. Nach Ansicht des Verkehrsstaatssekretärs könnte eine Impfung eine Quarantäne ersetzen.

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