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Ihr Flughafen Wien Team

Umweltschutz

Klima und Energie

CO2-Emissionsbilanz

Die CO2-Bilanz wird jährlich erstellt, um Entwicklungen und Tendenzen entsprechend ableiten zu können. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden geeignete Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen ausgearbeitet.

Die seit dem Jahr 2015 vom externen Laboratorium für Umweltanalytik durchgeführte Berechnung berücksichtigt die wesentlichen Quellen im Bereich des Flughafens - Flugverkehr, Flugzeugabfertigung, stationäre und infrastrukturbezogene Quellen, sowie landseitigen Verkehr. Für jede dieser Quellen wurden die CO2-Emissionen entsprechend internationalen Normen (Greenhouse Gas Protokoll in der gültigen Fassung) in drei Bereiche (Scopes) unterteilt. So wurden zum einen die CO2-Emissionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit ausgewiesen, weiters jene aus der Energieversorgung und auch die Emissionen der Fremdfirmen. Es wurde jeweils nach direkter und indirekter Beeinflussbarkeit unterschieden, wobei der direkt durch die Flughafen wien AG beeinflussbare Anteil sehr gering ausfällt, da der überwiegende Anteil an CO2-Emissionen durch den Flugverkehr unserer Kunden - den Airlines - verursacht werden.

ACAS (Airport Carbon Accreditation System)

Mithilfe einer CO2-Emissionsbilanz beteiligt sich der Flughafen Wien auch an dem vom Airports Council International Europe (ACI Europe) geführten Programm ACAS (Airport Carbon Accreditation Scheme, www.airportcarbonaccreditation.org).

Der Flughafen Wien wurde bereits im Jahr 2013 Level 1 zertifiziert. 2015 erfolgte der Aufstieg zum Level 2 und im Oktober 2016 wurde erstmalig die Level-3-Zertifizierung erreicht. 2024 stieg der Flughafen Wien erneuert eine weitere Stufe auf und teilt sich seither mit 32 weiteren Flughäfen weltweit das Level 3+. Um dieses Level zu erreichen, muss der Flughafen Wien alle seine verbleibenden CO2 Emissionen, die er direkt beeinflusst, bzw. verursacht (Scope 1 und Scope 2), nötigenfalls durch international anerkannte Kompensationen ausgleichen. Weiters müssen auch die Geschäftsreisen der Mitarbeiter kompensiert werden.

Eine zentrale Anforderung der Stufe 3+ „Neutralität“ besteht darin, dass Flughäfen erst dann mit der Kompensation beginnen dürfen, wenn sie ihre Emissionen bestmöglich reduziert haben. Aus diesem Grund hat die FWAG umfassende Strategien entwickelt, um den Flughafenbetrieb so emissionsarm wie möglich zu gestalten. 


Nähere Informationen zu dem Programm finden Sie unter  www.airportcarbonaccreditation.org.

Die E-Flotte der Flughafen Wien AG

Die Flughafen Wien AG arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Luftqualität am Standort und hat – da wo es wirtschaftlich vertretbar ist – seine Flotte schrittweise auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgestellt. Zurzeit beseht der elektrisch betriebene Fuhrpark der Flughafen Wien AG aus rund 450 Fahrzeugen.

Förderung des öffentlichen Verkehrs 


Der Flughafen ist über eine Autobahn, die Eisenbahn sowie durch lokale Nahverkehrsverbindungen wie Bus, Schnellbahn und den City Airport Train in kurzer Zeit erreichbar. Ein Fernbahnhof am Flughafen erleichtert und beschleunigt die Anreise von Passagieren aus Ballungsräumen wie Linz, Salzburg und St. Pölten. Seit 2003 verbindet der City Airport Train (CAT) – eine Tochtergesellschaft der FWAG (50,1%) gemeinsam mit der ÖBB (49,9%) – die Wiener Innenstadt mit dem Flughafen Wien. Am Bahnhof Wien Mitte-Landstraße bietet der City Air Terminal ein Gepäck-Check-in bereits 24 Stunden vor Abflug. Speziell adaptierte Doppelstockwagons und die Fahrzeit von nur 16 Minuten machen dieses Air-Rail-Link zu einer komfortablen Möglichkeit, den Flughafen direkt vom Stadtzentrum aus zu erreichen. 
 

Energieeffizienz

Energieeffizienz ist für den Flughafen Wien der bewusste Umgang mit Energie und Ausdruck verantwortungsbewussten Handelns. Um die Betriebskosten des gesamten Unternehmens so gering wie möglich zu halten, ist ein Energieeffizienz-Team laufend auf der Suche nach Einsparpotentialen.

Der Flughafen Wien bezieht seinen Strom zu 100 % aus erneuerbarer Energie (Strom aus Wasserkraftwerken). Die Fernwärme wird ebenfalls CO2 neutral von der nahegelegenen OMV Raffinerie bezogen. Dabei wird die Abwärme, die bei einem Destillierungsprozess in der Raffinerie entsteht, genutzt.

Unnötig helle Bereiche wurden der gesetzlichen Mindestbeleuchtung angepasst, Beleuchtung im Airsidebereich wird nur dort eingesetzt, wo sie auch wirklich notwendig ist. LED-Technologie bei der Pisten- und Rollwegbefeuerung zeichnet sich durch einen geringeren Stromverbrauch und geringere Wartungskosten aus, bei einer gleichzeitig optimaleren Sichtbarkeit.

In den Kältezentralen ersetzen moderne Fördermaschinen alte Pumpen und in den Wartebereichen der Aufzüge wurde die Klimatisierung optimiert.

Alle diese Maßnahmen bringen messbare Energieeinsparungen.


 

LUFT & SCHADSTOFFMESSUNGEN AM FLUGHAFEN

Seit rund 25 Jahren werden am Flughafen Wien konstant Luftgütemessungen im unmittelbaren Vorfeld und Pistenbereich durchgeführt. Das Schadstoffmesssystem wird von der niederösterreichischen Landesregierung betreut und in das bundeslandweite Luftgütemessnetz eingebunden. Dieses besteht insgesamt aus 39 Stationen, die halbstündlich die aktuellen Messdaten an die Zentrale liefern. Unter www.numbis.at können die Messwerte der einzelnen Messpunkte – so auch vom Flughafen Wien Schwechat – abgerufen werden. Somit sind die Werte von Schwefeldioxid und Stickstoffdioxiden und seit 2017 auch jene von Feinstaub jederzeit verfügbar und können mit den Messwerten anderer Schadstoffmessstellen Niederösterreichs verglichen werden. Die gemessenen Werte werden zudem mit den gesetzlichen Grenzwerten verglichen und geben so Auskunft über die Luftqualität.

Die Situation am Standort entspricht der Randlage einer Großstadt mit geringen Immissionen von Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Staub, Benzol und Schwermetallen, sowie einer mäßigen Belastung durch Stickoxide. Etwas höhere Konzentrationen, die einem städtischen Niveau entsprechen, treten nur im zentralen Vorfeldbereich des Flughafens auf. Die Ozonwerte im Flughafenareal entsprechen der großräumigen Situation im Wiener Becken. 

http://www.noe.gv.at/umwelt/luft/luftguete-innoe/messnetzinformation.html

Abfall und Mülltrennung

Im Mittelpunkt des am Flughafen Wien entwickelten Öko-Modells stehen: Vermeiden, Vermindern, Verwerten. Je weniger Müll anfällt, desto weniger Müll muss getrennt und entsorgt werden. Die Mülltrennung erfolgt nach strengen Richtlinien, was eine Wiederverwertung leichter und kostengünstiger möglich macht. Alle Möglichkeiten einer effizienten Abfallwirtschaft werden ausgeschöpft. Kein leichtes Unterfangen, da neben Flugzeug-, Catering- und Gewerbemüll auch unterschiedlich zu behandelnder Sondermüll anfällt. Biogene Abfälle, Glas- und Kunststoffflaschen werden getrennt gesammelt und der Verwertung zugeführt. Spezielle Umweltinseln in den Terminalbereichen bieten auch den Passagieren die Möglichkeit, ihren Abfall entsprechend der Kennzeichnung zu entsorgen.

Abwasser – Umweltgerecht entsorgen

Mit dem Wachstum des Standorts Flughafen Wien nahm auch die zu entsorgende Abwasserfracht von Jahr zu Jahr zu. Einen zentraler Punkt des Entwässerungsprojekts stellt die komplette Kanalisierung der Airside gelegenen versiegelten Flächen dar. Aus den einzelnen Einzugsgebieten des Flughafens - allein Pisten, Vorfelder und Rollwege machen mehr als 2,4 Millionen Quadratmeter Oberfläche aus - führen Niederschlagsabwasser zur zentralen VIE-Abwasserentsorgungsanlage. Am Eintritt der Hauptsammler in die zentrale VIE-Abwasserentsorgungsanlage wird die Belastung der Abwässer online gemessen und über deren weitere Behandlung entschieden. Sind die Abwässer unbelastet so werden sie direkt in die Vorfluter Donau und Schwechat ausgeleitet, belastete Abwässer werden wiederum über eigene Leitungen zur VKA-Schwechat gepumpt. Durch die gezielte Trennung belasteter von unbelasteten Abflüssen konnten die in der VKA-Schwechat zu behandelnden Abwassermengen reduziert werden. Das nunmehrige Entwässerungssystem entspricht in allen Punkten den behördlichen Auflagen.

Die Entwässerung des Flughafengeländes erfolgt getrennt nach kommunalen Abwässern und Regenwässern und getrennt in kommunale Oberflächenwässer, Schmutzwässer und Luftfahrzeugenteisungswässer, die an die Verbandskläranlage Schwechat-Mannswörth (VKA) angeliefert werden.

Enteisungsmittel werden getrennt gesammelt

Flugzeuge müssen im Winter vor dem Start aus Sicherheitsgründen von Eis und Schnee befreit werden. Als Enteisungsmittel werden dabei vollständig biologisch abbaubare Glykolgemische eingesetzt, die spezielle Anforderungen an die Abwasserbehandlung stellen.  Deshalb werden die an den Enteisungspositionen anfallenden Abwässer getrennt aufgefangen und langsam dem Schmutzwasser beigegeben. Seit 3 Jahren konnte durch eine Dosierung des Enteisungsmittels entsprechend der aktuellen Lufttemperatur- und feuchte der spezifische Verbrauch deutlich reduziert werden.

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