Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

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Englische Bezeichnung für Tausch. Drei Grundarten lassen sich unterscheiden: Zins-Swaps, Währungs-Swaps und kombinierte Zins- und Währungs-Swaps. Die Partner tauschen dabei Zahlungsverpflichtungen, wobei feste Zinszahlungen gegen variable getauscht oder Kredite in verschiedenen Währungen ausgetauscht werden.
Urkunde, die eine größere Zahl von Wertpapieren repräsentiert. Sammelurkunden vereinfachen die Verwaltung und Verwahrung.
siehe: Endabrechnung
(Close) Letzter Preis des Handelstages, der für ein fortlaufend gehandeltes Wertpapier gebildet wurde. Gegenteil: Anfangskurs.
(Ausstellen) Anderer Begriff für das Eingehen einer Short Position.
Sammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen).
Wenn weitere Aktien eines bereits an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt notierten Unternehmens angeboten werden und über die von einem Börseunternehmen betriebenen Markt verkauft werden sollen.
Bezeichnung für den Markt, auf dem sich die Wertpapiere in Umlauf befinden. Speziell sind hier die von einem Börseunternehmen betriebenen Märkte gemeint.
Aus den einzelnen Renditen der am Sekundärmarkt umlaufenden Forderungspapiere wird regelmäßig eine durchschnittliche Sekundärmarktrendite ermittelt.
(Greeks) Geben in absoluten Zahlen an, um wieviel sich der Optionspreis oder ein Bestandteil des Optionspreises verändert, wenn sich die Einflussfaktoren auf den Optionspreis um eine Einheit verändern. Insgesamt gibt es fünf Sensitivitätsfaktoren, die mit griechischen Buchstaben gekennzeichnet sind: Delta, Gamma, Theta, Vega und Rho.
(SRX) Ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex und besteht aus den umsatzstärksten Aktien die an der Belgrader Börse (BELEX) gehandelt werden. Der SRX wird seit 7. März 2007 von der Wiener Börse AG real-time in serbischen Dinar (RSD), Euro und US-Dollar berechnet und veröffentlicht. Der Startwert des SRX wurde per 8. Jänner 2007 mit 1.000 Punkten festgelegt.
siehe: Abwicklungspreis
Für das Risiko/Ertrags-Verhältnis eines Fonds wird die Sharpe-Ratio herangezogen. Sie wird bestimmt, indem von der jährlichen Durchschnittsrendite der risikofreie Ertrag abgezogen wird und das Ergebnis durch die durchschnittliche jährliche Volatilität geteilt wird. Je höher die Sharpe-Ratio liegt, umso besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Risikopotential seines Portfolios entwickelt.
Eine Short Position entsteht entweder am Kassamarkt durch Verkauf eines Wertpapiers ohne entsprechende physische Deckung (Leerverkauf), oder am Terminmarkt durch eine Position, die man eingeht, wenn man Futures oder Optionen verkauft. Gegenposition: Long Position.
Die Erhaltung des angelegten Vermögens. Die Sicherheit einer Kapitalanlage hängt von den Risiken ab, denen sie unterworfen ist. Hierzu zählt z.B. die Bonität des Schuldners, das Preisrisiko, das Währungsrisiko und die politische Stabilität des Anlagelandes.
(SETX®) Der SETX® ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex. Er besteht aus Blue Chips, die an den Börsen der Region Südosteuropa gehandelt werden. Der Startwert des SETX® wurde per 3. Jänner 2005 mit 1.000 Punkten festgelegt. Der SETX® wird seit 15. Februar 2006 real-time in EUR und USD berechnet.
(Liquiditätsanbieter) Spezieller Marktteilnehmer, der die Aufgabe hat, während der gesamten Handelszeit verbindlich kompetitive Kauf- und Verkaufangebote zu stellen. Spezialisten überbrücken temporäre Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage, verringern die Spanne zwischen Geld- und Briefpreis und sorgen für eine intensivere Betreuung und Vermarktung der gelisteten Titel.
Bezeichnung für die Minderheitsbeteiligung an einem Unternehmen, durch die jedoch wichtige Unternehmensbeschlüsse, z.B. die Änderung von Satzungsbestimmungen des Unternehmens, verhindert werden können. Die Sperrminorität liegt für Aktiengesellschaften bei 25 %.
(Transaktionskosten) Beim Kauf von Wertpapieren fallen Spesen an, die von der Bank für die Durchführung von Geschäften für ihre Kunden berechnet werden und zwischen 0,75 Prozent und 3 Prozent des An- bzw. Verkaufspreises beim An- und Verkauf von inländischen Anleihen, Aktien oder Derivaten betragen. Gesetzliche Tarife oder Vereinbarungen für diese Spesen gibt es nicht, die Höhe der Spesen wird von den Banken festgelegt. Weiters sind für das Wertpapierdepot bei der Bank Depotgebühren zu bezahlen.
Differenz (Spanne) zwischen zwei Preisen.
Strategie des gleichzeitigen Kaufs und Verkaufs von Optionen identischen Typs mit unterschiedlichen oder identischen Basispreisen und/oder Verfalldaten zum Zweick der Eingrenzung von Gewinn- und Verlustmöglichkeiten. Man unterscheidet zwischen: Diagonalen Spreads, Horizontalen Spreads und Vertikalen Spreads.
Verfahren, welches es dem Mehrheitsaktionär erlaubt, Kleinaktionäre per Barabfindung aus dem Unternehmen herauszudrängen.
Abkürzung für Stammaktie
Bonus, der vom Staat im Zuge der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge gewährt wird und - je nach Marktzins - zwischen 8,5 und 13,5 % des Einzahlungsbetrages beträgt.
(ST) Aktien, die alle Rechte gewähren, die einem Aktionär zustehen. Dies sind vor allem Vermögensrechte und Mitspracherechte.
siehe: Kombinierter Auftrag
(Schreiber) Verkäufer einer Option, der sich gegen Zahlung der Prämie der Wahlhaltung des Käufers (die Option auszuüben oder nicht) unterwirft. Der Stillhalter hält somit eine Short-Position. Beim Call hat er im Falle der Ausübung durch den Inhaber die Verpflichtung, den Basiswert zum festgelegten Ausübungspreis zu verkaufen, bei einem Put muss er den Basiswert kaufen. Gegenteil: Inhaber
Recht des Aktionärs, in der Hauptversammlung für oder gegen gestellte Anträge zu stimmen. Eine Aktie verbrieft üblicherweise ein Stimmrecht, es gibt aber auch stimmrechtslose Vorzugsaktien.
siehe: Aktienoption
Eine Stop Limit Order ist dadurch gekennzeichnet, dass sie, sobald das vorgegebene Preislimit (Stop Limit) über- (im Falle eines Kaufauftrages) oder unterschritten (im Falle eines Verkaufauftrages) wurde, automatisch als limitierter Auftrag in das allgemeine Auftragsbuch gestellt wird.
Eine Stop Market Order ist dadurch gekennzeichnet, dass sie, sobald das vorgegebene Preislimit (Stop Limit) über- (im Falle eines Kaufauftrages) oder unterschritten (im Falle eines Verkaufauftrages) wurde, automatisch als Bestensauftrag (Market Order) in das allgemeine Auftragsbuch gestellt wird.
Das Handelssystem Xetra® stellt zwei Typen von Stop Orders zur Verfügung: Stop Limit Orders und Stop Market Orders. Stop Orders werden nach Über- bzw. Unterschreitung des gewünschten Stop-Limits als Market Order bzw. als Limit Order in das allgemeine Auftragsbuch gestellt. Stop Orders sind zusätzliche Instrumente zur Risikobegrenzung.
Kombinierte Optionsstrategie, die durch gleichzeitigen Kauf (=Long Straddle) oder Verkauf (=Short Straddle) eines Call und eines Put auf dasselbe Underlying mit gleichen Ausübungspreisen und Laufzeiten gebildet wird.
Anleihe, die außer einer fixen Verzinsung und Tilgung des Kapitals keine weiteren Rechte verbrieft; einfachste, klassische Form der Anleihe.
siehe: Straight Bond
Kombinierte Optionsstrategie, die durch gleichzeitigen Kauf (=Long Strangle) oder Verkauf (=Short Strangle) eines Call und eines Put auf dasselbe Underlying mit gleichen Laufzeiten aber unterschiedlichen Ausübungspreisen gebildet wird.
Anteil der Aktien, der sich an den von einem Börseunternehmen betriebenen Märkten im Umlauf befindet und auf eine Vielzahl von Anlegern aufgeteilt ist.
(Free Float Factor) Dient der individuellen Anpassung der Gewichtung einer Aktie in einem Index, entsprechend ihrem Streubesitz.
siehe: Ausübungspreis
Starke Kaufempfehlung eines Analysten, der für eine Aktie eine markant bessere Preisentwicklung als für den (Branchen-)Index erwartet.
Starke Verkaufsempfehlung eines Analysten, der für eine Aktie eine markant schlechtere Preisentwicklung als für den (Branchen-)Index erwartet.
siehe: Quotenaktie
Bei Beteiligungspapieren übliche Angabe des Preises in Euro pro Wertpapier. Gegenteil: Prozentnotierung
Anteiliger Kupon seit der letzten Kuponzahlung, der dem Verkäufer einer Anleihe zusteht
Eine durch Kombination von Basiswert-, Futures- und/oder Optionspositionen nachgebildete Grundposition. Long Call kombiniert mit Short Put (=synthetisiert) Long Basiswert.
Untersegment des Marktsegmentes equity market.at. Im standard market befinden sich alle Aktien, die zum Amtlichen Handel bzw. Geregelten Freiverkehr zugelassen sind, jedoch den erhöhten Anforderungen für die Aufnahme in den prime market nicht erfüllen. Auch Partizipationsscheine, die entweder zum Amtlichen Handel oder Geregelten Freiverkehr zugelassen sind, werden diesem Untersegment zugeordnet. Man unterscheidet weiters zwischen standard market continuous und standard market auction.
In das Untersegment standard market auction werden die weniger liquiden Aktien und Partizipationsscheine einbezogen. Diese Werte müssen entweder zum Amtlichen Handel oder Geregelten Freiverkehr zugelassen sein. Das Segment umfasst alle Aktien bzw. Partizipationsscheine, für die kein Handelsmitglied bereit ist, die Funktion eines Specialists zu übernehmen. Als Handelsplattform steht das Handelssystem Xetra® mit dem Handelsverfahren "Auktion" (einmalige untertägige Auktion) zur Verfügung.
Dem Untersegment standard market continuous werden Aktien zugeordnet, die zum Amtlichen Handel oder Geregelten Freiverkehr zugelassen sind und einen Spezialist als Liquiditätsanbieter aufweisen, jedoch nicht den erhöhten Anforderung des prime market entsprechen. Als Handelsplattform steht das Handelssystem Xetra® mit dem Handelsverfahren "Fortlaufender Handel" in Verbindung mit mehreren Auktionen (Eröffnungsauktion, untertägige Auktion, Schlussauktion) zur Verfügung.