Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

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Abkürzung für Wertpapieraufsichtsgesetz
Abkürzung für Wiener Börse AG.
Abkürzung für Wertpapierdienstleistungsrichtlinie
(Thesaurierende Fonds) Ein Investmentfonds, dessen Hauptaugenmerk auf einer stetigen Steigerung des inneren Wertes der Investmentfondsanteile liegt. Es wird weniger auf den laufenden Ertrag als auf eine Preissteigerung der im Fonds angelegten Wertpapiere Bedacht genommen (Einkommensfonds).
(Convertible Bond) Festverzinsliche Anleihen von Aktiengesellschaften mit einem Wandelrecht, d.h. Umtauschrecht auf Aktien derselben Aktiengesellschaft in einem bestimmten Verhältnis. Wandelanleihen sind in der Regel gesamtfällig, sofern sich der Anleger nicht vorher zum Umtausch entschlossen hat. Der Inhaber kann entweder die Anleihe bis zum Ende ihrer Laufzeit behalten oder die Anleihe in Aktien umtauschen. Vor dem Umtausch hat er Anspruch auf feste, im voraus bestimmte Zinsen, nach dem Umtausch auf die jährliche Dividende.
(Optionsscheine) Verbrieft grundsätzlich das eigenständige Optionsrecht zum Bezug (Call) oder Verkauf (Pub) innerhalb einer bestimmten Laufzeit (american style) oder zum Laufzeitende (europeam style) Basiswerte (Underlyings) in einem definierten Bezugsverhältnis (Ratio) zu einem bestimmten Basispreis (strike price). Die an der Wiener Börse AG zum Amtlichen Handel bzw. Geregelten Freiverkehr zugelassen oder in den Dritten Markt einbezogen Optionsscheine werden über das Handelssystem OMex® fortlaufend gehandelt.
Urkunde über Vermögensrechte, deren Ausübung und Übertragung auf andere an den Besitz der Urkunde gebunden sind. Der Inhaber von Wertpapieren kann seine Rechte aufgrund der Urkunden ausüben oder durch deren Übergabe auf andere übertragen, z.B. verkaufen oder verschenken. Die bekanntesten an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt gehandelten Wertpapiere sind Aktien und Anleihen.
(WAG) Enthält Regelungen über die Beaufsichtigung von Wertpapierdienstleistungen, definiert Wohlverhaltensregeln und bestimmt die mit der Aufsicht über den Wertpapierhandel beauftragte Behörde, die Finanzmarktaufsicht (FMA).
(WPDL-RL) Enthält v.a. Vorschriften über die gegenseitige Anerkennung der Aufsicht über Wertpapierfirmen. Ermöglicht es inländischen Zweigniederlassungen von in einem Mitgliedsstaat des EWR zugelassenen EU-Wertpapierfirmen, ohne besondere bankenbehördliche Bewilligungen geschäftlich tätig zu werden.
Über den Weg der Wertpapierleihe, z.B. der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) können sich Marktteilnehmer Wertpapiere für einen bestimmten Zeitraum ausborgen, um z.B. bestehende Short Positionen abzudecken
Setzt sich aus dem Aktien- und dem Rentenmarkt zusammen.
Die Wertpapiersammelbank in der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) ist die zentrale österreichische Verwahrstelle für Wertpapiere.
(WBAG) Die Wiener Wertpapierbörse ist eine der ältesten Börsen der Welt und wurde 1771 von Kaiserin Maria Theresia gegründet. 1997 wurde der Wertpapiermarkt der Wiener Börsekammer (WBK) mit dem Terminmarkt der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) zur neuen Wiener Börse AG (WBAG) verschmolzen. Die Wiener Börse hat sich u.a. auf österreichische und zentral- und osteuropäische Veranlagungsformen spezialisiert.
(WBI) Der WBI enthält alle österreichischen Aktien, die im Amtlichen Handel und im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse notieren. Er spiegelt als Gesamtmarktindex die Entwicklung des österreichischen Aktienmarktes wider. Die einzelnen Aktien sind entsprechend ihrer Marktkapitalisierung unterschiedlich gewichtet. Die Berechnung erfolgt einmal pro Tag nach Börseschluss. Aktualisierungen erfolgen nicht regelmäßig, sondern aus gegebenem Anlass. Neu notierte Aktiengesellschaften werden seit 1984 in den Index aufgenommen. Bereinigungen erfolgen im Falle von Kapitalveränderungen (wie z.B. Kapitalerhöhungen, Kapitalherabsetzungen) und bei Neuaufnahmen in das notierte Portefeuille. Eine Bereinigung um Dividendenabschläge erfolgt nicht. Der WBI wird in seiner bestehenden Form seit Jahresbeginn 1968 berechnet.
Die Basis für jede Investment-Entscheidung sind Marktdaten. Die Wiener Börse AG bietet als erweiterten Service sowohl professionellen Investoren als auch Privatanlegern Real-Time-(Echtzeit-) Daten über das auf ihrer Website verfügbare Preisinformationssystem an. Mit diesem Datenangebot für Privatinvestoren ermöglicht die Wiener Börse AG dieser Kundengruppe einen besonders günstigen Zugang zu Profidaten.
Steuerlich begünstigte Anleihe, mit deren Emissionserlös Wohnbauvorhaben finanziert werden.