Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

RDX eXTended Index

(RDXxt®) Ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex und besteht aus zumindest 15 der umsatzstärksten an der London Stock Exchange fortlaufend gehandelten ADRs/GDRs für russische Aktien. Der RDXxt® wird seit 1. März 2007 von der Wiener Börse AG real-time in Euro und US-Dollar berechnet und veröffentlicht. Der Startwert des RDXxt® wurde am 3. Jänner 2005 mit 1.000 Punkten festgelegt.

RTS

(Russian Trading System) Das derzeit bedeutendste Quotierungs- und Handelssystem für Aktien in Russland. Die Quotes aus dem RTS sind auch Basis für die Berechnung des RTX®.

Rating

Beurteilung von Emittenten entsprechend ihren wirtschaftlichen Verhältnissen. International bekannte Rating-Agenturen sind z.B. Standard & Poor's Corporation und Moody's Investor Service.

Real-Time-Index

Indizes, deren Wert nach jedem Preisvorfall und ohne Zeitverzug neu berechnet werden.

Real-Time-Preis

Preis, der im Augenblick seiner Festlegung, d.h. ohne Zeitverzögerung, veröffentlicht wird. Real-Time-Preise sind in der Regel kostenpflichtig. Fast alle Börsen- und Banken-Internetseiten bieten kostenlos zeitverzögerte (near-real-time) Preise an. Die Verzögerungsspanne reicht von 2 bis 30 Minuten. Siehe auch Wiener Börse Live.

Reduzieren

(reduce) Analysteneinschätzung für eine Aktie, dass sie sich in den nächsten Monaten schlechter als der vergleichbare (Branchen-)Index entwickeln wird. Kurzfristige Preisanstiege werden zum Verkauf bzw. zum Abbau der Position genutzt.

Referenzzinssatz

(Referenzzins) Repräsentativer, meist kurz- bis mittelfristiger Zinssatz, an dem sich Veränderungen anderer Zinssätze (v.a. solche für Floater) orientieren. Die international bekanntesten Referenzzinssätze sind z.B. der EURIBOR und der LIBOR.

Regierungsbeauftragter für den Kapitalmarkt

Zur Stärkung und Belebung des österreichischen Kapitalmarktes wurde im Jahr 2002 von der Bundesregierung der Regierungsbeauftragte für den Kapitalmarkt bestellt. Zu den Schwerpunkt des Regierungsbeauftragten zählen die Verbesserung der Unterfinanzierungsbedingungen, die Einführung des Corporate Governance Kodex und des Prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge-Produktes. Siehe auch Kuratorium für den österreichischen Kapitalmarkt.

Rendite

Kennzahl für die Rentabilität, für den Ertrag eines Wertpapiers, ausgedrückt in Prozent des investierten Kapitals. Bei Beteiligungspapieren ergibt sich die Dividendenrendite durch die Relation vom Dividendenertrag zum Preis. Bei Forderungspapieren wird die Rendite oft der Effektivverzinsung gleichgesetzt. Man unterscheidet weiters Primärmarktrendite und Sekundärmarktrendite.

Rendite Tender Verfahren

Versteigerungsverfahren zur Platzierung einer Anleihenemission (Anleihe) der Republik Österreich.

Rentabilität

Bestimmt sich bei einer Wertpapieranlage aus deren Ertrag und ist das prozentuale Verhältnis des Gewinnes zum eingesetzten Kapital oder Umsatz, Rendite.

Rentenmarkt

Markt für festverzinsliche Wertpapiere. Der Rentenmarkt ist gemessen an Umsatz, Anzahl notierter Wertpapiere und Neuemissionen von größerer Bedeutung als der Aktienmarkt (Wertpapiermarkt).

Rentenwert

siehe: Anleihen

Repartierung

Beschränkte Abnahme/Zuteilung von Wertpapieren (Preiszusätze).

Repräsentationsfaktor

(REP Faktor) Dient der individuellen Anpassung der Gewichtung einer Aktie in einem Index, um den Index insgesamt stabil und aussagekräftig zu erhalten. Der Repräsentationsfaktor begrenzt die Maximalgewichtung einer Aktie in den Indizes der Wiener Börse AG auf 20 Prozent.

Restlaufzeit

Verbleibende Laufzeit von Forderungspapieren von einem Transaktionszeitpunkt oder einem anderen Termin an bis zu ihrer Endfälligkeit.

Return

Englische Bezeichnung für Ertrag, Gewinnergebnis.

Rho

Sensitivitätsfaktor, der die Veränderung des Optionspreises beschreibt, wenn sich der zugrundegelegte Zinssatz um einen Prozentpunkt verändert.

Risikofreier Zinssatz

Zinsertrag durch Veranlagung in sog. risikolose Anlageformen (Forderungspapiere), z.B. Bundesanleihen.

Risikokapital

siehe: Venture Capital

Risikostreuung

Einzelrisiken sollen durch den Erwerb einer Vielzahl von Papieren mit unterschiedlichen Laufzeiten, verschiedenen Schuldnern und aus verschiedenen Branchen systematisch reduziert werden (Investmentfonds).

Romanian Traded Index

(ROTX®) Ein in Kooperation mit der Bukarester Börse von der Wiener Börse AG entwickelter und real-time (Real-Time-Index) berechneter Preisindex, der aus rumänischen Blue Chip-Aktien besteht. Der Startwert des ROTX® mit 1.000 Punkten wurde am 1. Jänner 2002 festgesetzt. Der ROTX® wird seit 15. März 2005 in Euro, US-Dollar und lokaler Währung berechnet.

Russian Depositary Receipts Index

(RDX®) Von der Wiener Börse AG entwickelter und real-time (Real-Time-Index) berechneter Preisindex, der aus russischen Depositary Receipts besteht, die an der London Stock Exchange gehandelt werden. Der RDX® ist Basiswert für an den vom Börseunternehmen Wiener Börse AG betriebenen Märkten gehandelte und in Euro und US-Dollar abgerechnete Futures und Optionen. Der Startwert des RDX® wurde am 8. Oktober 1997 mit 1.000 Punkten festgesetzt. Dieser Index wird in Euro und US-Dollar berechnet.

Russian Traded Index

(RTX®) Von der Wiener Börse AG entwickelter und real-time (Real-Time-Index) berechneter Preisindex, der aus russischen Blue Chip-Aktien besteht, die am Russian Trading System (RTS) in Moskau gehandelt werden. Er ist Basiswert für an den vom Börseunternehmen Wiener Börse AG betriebenen Märkten gehandelte und in US-Dollar abgerechnete Futures und Optionen. Der Startwert des RTX® wurde am 8. Oktober 1997 mit 1.000 Punkten festgesetzt.

Russian Trading System

siehe: RTS

Rücklagen

Das zusätzlich zum in der Bilanz ausgewiesenen Stammkapital vorhandene Eigenkapital eines Unternehmens. Sie können in der Bilanz offen als Passiva ausgewiesen werden, oder durch entsprechende Bewertung von Vermögen und Schulden den Gewinn und damit das Eigenkapital geringer erscheinen lassen (stille Rücklagen). Gesetzliche Rücklagen werden aufgrund der Vorschriften des Aktiengesetzes gebildet. Die Bildung von Rücklagen entspricht dem Prinzip kaufmännischer Vorsicht bei der auf die Zukunft gerichteten Unternehmenspolitik.