




Die geplante Lage der 3. Piste ist das Ergebnis ausführlicher Diskussionen im Mediationsverfahren Flughafen Wien. Die beteiligten Gruppen, darunter etwa die Anrainergemeinden und Bürgerinitiativen, haben diese Lage - nach eingehender Prüfung verschiedener Entwicklungsszenarien und Varianten - einvernehmlich als umweltschonendste Variante erkannt.
Die Bezeichnung der bestehenden Piste 11L/29R beispielsweise beschreibt die Lage zum magnetischen Nordpol - in diesem Fall 110°/290°. Die effektive Pistenlänge beträgt 3.680 Meter. Die 3. Piste 11R/29L liegt 2.400 Meter südlich parallel zur bestehenden Piste 11L/29R. Die 3. Piste wird nur in Pistenrichtung 29L mit einem Instrumentenlandesystem CAT III ausgestattet.

Die erste Ausbaustufe ist auch die umfangreichste. Als Voraussetzung für die Errichtung der Piste sind Geländeanpassungs-maßnahmen vorgesehen und die B10 wird verlegt. Das Pisten- und Rollwegsystem 11R/29L soll errichtet und an den Bestand der Piste 16/34 angebunden werden. Auch die 3. Piste wird - genauso wie alle anderen Bewegungsflächen am Flughafen Wien - kanalisiert. Damit ist garantiert, dass schadstoffbelastetes Abwasser in der Kläranlage gereinigt wird. Unbelastetes Wasser wird über eine neue Kanalausleitung direkt in die Donau geführt. Alle im Betriebsbereich der 3. Piste geplanten Gebäude werden ebenso in der Ausbaustufe 1 errichtet wie die Flugsicherungseinrichtungen für den CAT III Betrieb. Interne Straßenverbindungen, Infrastrukturtrassen und ein öffentlicher Weg zum Bereich Katharinenhof von der B10 aus gehören auch zu dieser Ausbaustufe. Parallel dazu werden Lärm- und Sichtschutzmaßnahmen, Rodungs- und Bepflanzungsmaßnahmen sowie landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen gesetzt.
Als zweite Ausbaustufe ist das Perimeter-Rollwegpaar zur unabhängigen Querung des bestehenden Pistensystems 11L/29R vorgesehen. Auch hier werden wieder umfangreiche Begleitmaßnahmen (z.B. Lärm- und Sichtschutzmaßnahmen, Rodungs- und Bepflanzungsmaßnahmen, landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen, usw.) gesetzt.
Als dritte und letzte Stufe ist schließlich die Errichtung des Mittelrollwegs geplant, der die bestehende Piste 11/29 (die dann Piste 11L/29R heißt) kreuzt. Auch die interne Straßenverbindung zum Flughafenbestandsgelände wird erweitert. Um die Zufahrt zum Katharinenhof zu gewährleisten wird ein Straßentunnel unter dem Rollweg errichtet. Es sind wieder Geländeanpassungs- und Entwässerungsmaßnahmen sowie Begleitmaßnahmen vorgesehen.




