Merkblatt über das Verhalten am Flughafen Wien

I. Allgemein

  1. Von der Flughafen Wien Aktiengesellschaft (VIE) können jederzeit Beschränkungen der Zugangs- und Zufahrtsberechtigungen ausgesprochen werden. Auf Verlagen des Zivilflugplatzhalters und seiner Beauftragten sowie von Flugsicherheitsorganen haben sich alle auf nicht allgemein zugänglichen Teilen des Zivilflugplatzes befindlichen Personen auszuweisen. Bei Vorliegen besonderer Umstände können Personenkontrollen durchgeführt werden.

  2. Die Bestimmungen der EU-Verordnung 185/10 bzw. 300/08, des Luftfahrtsicherheitsgesetzes (LSG), des Luftfahrtgesetzes (LFG), der Zivilflugplatz- Benützungsbedingungen (ZFBB), der Zivilflugplatz-Betriebsordnung (ZFBO), der Zivilflugplatz-Verordnung (ZFV) und der Luftverkehrsregeln (LVR) in ihrer gültigen Fassung sind einzuhalten.

  3. Auf den allgemein zugänglichen Teilen des Flughafen Wien gilt die jeweils gültige Fassung der Straßenverkehrsordnung. Auf den nicht allgemeinen zugänglichen Teilen die VIE-Fahrordnung. Das Parken von Fahrzeugen darf nur auf den dafür zugewiesenen Flächen erfolgen.

  4. Ausgenommen bei besetzten Kontrollstellen ist nach Durchschreiten eines sich automatisch schließenden Tores dessen Schließung abzuwarten. Bei den nicht automatisch schließenden Toren hat sich der Benützer zu vergewissern, dass der Durchgang bzw. die Durchfahrt geschlossen ist. Der Besitzer der Zugang- oder Zufahrtsberechtigung ist dafür verantwortlich, dass keine unberechtigten Personen oder Fahrzeuge mit ihm passieren.

  5. Vor Zugang zum Sicherheitsbereich wird eine Sicherheitskontrolle durchgeführt. Diese hat der zugangsberechtigte an seiner Person, mitgeführten Gegenständen und Fahrzeug zuzulassen.

  6. Verbotene Gegenstände gem. EU-Verordnung 185/10 bzw. 300/08 dürfen in Sicherheitsbereichen nicht mitgeführt werden.

  7. Die sich aus zollrechtlichen und polizeilichen Bestimmungen ergebenen Beschränkungen für die Benützung bestimmter Teile des Flughafens sind zu beachten.

  8. Für die Ausstellung des Flughafenausweises und der Einfahrtsplakette ist vom Antragsteller ein von VIE festgesetztes Entgelt zu bezahlen.

  9. Der Antragsteller erklärt sich einverstanden, dass seine persönlichen, sowie das (die) Kraftfahrzeug(e) betreffenden Daten EDV-mäßig gespeichert und für betriebliche Zwecke des Zivilflugplatzhalters oder seiner Tochtergesellschaften verarbeitet werden können.

  10. Bei Nichtabholung des Flughafenausweises verliert der Antrag nach 3 Monaten ab Einreichung ihre Gültigkeit und ist bei Bedarf neu einzureichen.

  11. Nach Beantragung und vor Ausgabe eines Flughafenausweises ist eine kostenpflichtige Sicherheitsschulung gemäß EU-Verordnung 185/10 bzw. 300/08 sowie NASP zu absolvieren.

  12. Ich erkläre mich einverstanden, dass bei Beantragung eines Ausweises eine kostenpflichtige Zuverlässigkeitsüberprüfung gem. §134a LFG über meine Person durch die zuständigen Behörden (BMVIT,BMI) durchgeführt wird.

 

II. Flughafenausweis

  1. Der Flughafenausweis ist nur für den Berechtigten gültig und nicht unübertragbar.

  2. Die nicht allgemein zugänglichen Teile des Flughafen Wien dürfen nur aus zwingenden dienstlichen Gründen betreten werden.

  3. Es dürfen nur jene Zonen betreten werden, für die der Flughafenausweis Gültigkeit hat.
    BW – Büro-und Werkstättengelände  FR – Fracht  UM – Piste-Umfahrungsstraße  LFZ - Luftfahrzeug
    TR – Transit VO – Vorfeld RW – Rollwege OS Basis – Austrian Gelände
    TG – Transit Gate GZ – Gepäckszentrale PI – Pisten

  4. Der Flughafenausweis ist nach Ablauf der Gültigkeit oder Wegfall der Gründe für die Zugangsberechtigung(Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis, Änderung der Funktion) VIE unaufgefordert zurückzugeben, da ansonst ein Kostenersatz von €72,- verrechnet werden muss.

  5. Auf den Bewegungsflächen (z.B. Vorfeldern), in den Hangars sowie in den entsprechend gekennzeichneten Zonen darf nicht geraucht  werden.

  6. Der Flughafenausweis ist ab dem Betreten bis zum Verlassen der nicht allgemein zugänglichen Teile deutlich sichtbar zu tragen gemäß EU-Verordnung 185/19 bzw.300/08.

  7. Jedes Begehen und Befahren von Rollwegen und Pisten ist nur mit Genehmigung der Flugplatzkontrollstelle Austro Control GesmbH(ACG) und des Flugplatzbetriebsleiters (FBL) gestattet.

  8. Die Nichtbeachtung eines der oben angeführten Punkte oder ein Missbrauch des Flughafenausweises kann dessen sofortigen Entzug, ein Betretungsverbot der nicht allgemein zugänglichen Teile und allenfalls ein Verwaltungsstrafverfahren zur Folge haben.


Flughafenausweis erhalten und zustimmend zur Kenntnis genommen, Merkblatt über das Verhalten a​m VIE zustimmend zur Kenntnis genommen, Brandschutzordnung (gilt nur für VIE-Mitarbeiter) persönlich übernommen.